Soundsafari in Zürich

Freitag ist House-Tag – zumindest diese Woche. Unsere drei Tipps.

Setzt in der Musik wie in der Mode auf einen Stilmix: Osunlade.

Setzt in der Musik wie in der Mode auf einen Stilmix: Osunlade.

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Blasterjaxx

Thom Jongkind und Idir Makhlaf kriegen bei Interviews immer wieder die gleiche Frage gestellt: Ist das House-Genre Big Room nicht schon längst tot? «Ich dachte auch jahrelang, dass Trance vorbei sei, aber in einigen Ländern ist es immer noch riesig», antwortete Jongkind im vergangenen Herbst. Er gab aber zu: «Im Moment gibt es nicht mehr viele Big-Room-DJs. Das ist gut für uns, weil so weniger Leute wie wir klingen.»

Im Herbst 2015 schrieb Idir Makhlaf auf Facebook: «Blasterjaxx werden immer Thom und ich sein, aber die Rollen werden sich ändern.» Thom Jongkind werde ab sofort sämtliche Liveauftritte alleine übernehmen, er selbst werde im Studio bleiben. «Ich liebe es aufzutreten.» Doch die Tourneen setzten Makhlaf zu. Erst habe er zu viel getrunken, zu wenig geschlafen und schlecht gegessen. «Das Übliche halt.» Dann spürte der DJ und Produzent nur noch Angst, wenn neue Tourdaten bekannt wurden. «Schliesslich hatte ich meine erste Panikattacke. Ich konnte nicht mehr atmen.»

«Switch» von Blasterjaxx & Bassjackers. Video: YouTube/Spinnin' Records

Dabei war es Idir Makhlafs grosser Traum, Teil von Blasterjaxx zu sein. Als das Gründungsmitglied Leon Vielvoije nach den ersten Erfolgen Blasterjaxx verliess, sprang Makhlaf 2012 ein. Bald landete das holländische Duo in den Hitparaden und wurde für die grossen Festivals gebucht. Auf den aktuellen Bildern winkt Jongkind alleine den Massen zu.

Fr — 23 Uhr
Härterei
Eintritt 39 Franken
www.haerterei-club.ch


Daniel Jäger

Während sich seine gleichaltrigen Gspäändli noch mit gefälschten IDs in die Clubs schleusen mussten, stand der 16-jährige Daniel Jäger bereits hinter dem DJ-Pult. Nach Auftritten in Berliner Clubs wie Kater Blau und Watergate brach er mit Kollegen Anfang des Jahres auf eine ausgedehnte Tour durch Kolumbien auf. Die Arbeit im Studio vernachlässigte der Deutsche aber nicht: Nach Releases auf Bar25, Katermukke und Moonbootique veröffentlichte Jäger diesen Mai auf Marcus Meinhardt Label Heinz Music die EP «Creepwalker»: treibender, leichter und verspielter House für tanzfreudige Grossstädter.

Fr — 23 Uhr
Frieda’s Büxe
Eintritt 25 Franken
www.friedasbuexe.ch


Osunlade

«Space Jungle» heisst die Partyreihe, den Flyer zieren eine Afrikanerin und Giraffen. «An den Decks steht so etwas wie der Urvater der African Inspired House Music», schreiben die Veranstalter. Osunlade lebt und arbeitet zwar seit über zehn Jahren auf der griechischen Insel Santorini, sein Sound ist aber stark von traditionell afrikanischen Klängen geprägt. Das funktioniert auch in den westlichen Clubs und an Festivals: Der gebürtige New Yorker Produzent und DJ legte bereits am Burning Man und im Berliner Watergate auf. Spätestens seit 2011 ist er der breiten House-Masse bekannt. Damals landete das deutsche Duo Âme mit dem Remix von Osunlades «Envision» den Clubhit des Jahres.

«Envision» von Osunlade. Video: YouTube/Ariele L

Fr — 23 Uhr
Space Monki
Eintritt 25 Franken
www.spacemonki.ch

(Züritipp)

Erstellt: 07.11.2018, 14:57 Uhr

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