Zum Hauptinhalt springen

Und plötzlich war alles anders

Billy Lockett wollte unbedingt berühmt werden. Doch dann starb sein Vater.

Hinterfragt heute vieles: Billy Lockett.
Hinterfragt heute vieles: Billy Lockett.

Weil ein anderer Act ausfiel, trat Billy Lockett am letztjährigen Zürcher Radar Festival zweimal auf. Als er sich in der Bar Rossi ans Klavier setzte, blickte er freudestrahlend ins Publikum. «Was für eine Überraschung, dass so viele gekommen sind!», sagte er. Damals hatte der britische Newcomer erst eine EP veröffentlicht: Die vier Songs auf «Burn It Down» waren allesamt starke – und sehr verschmuste – Pianoballaden, die von Locketts eindringender Stimme getragen wurden.

Ganz anders klangen die Lieder, die Lockett am Anfang seiner Karriere im Internet verbreitet hatte und die mittlerweile alle gelöscht wurden. Früher habe er Musik gemacht, um berühmt zu werden, erzählte Billy Lockett in einem Interview mit «The Telegraph». «Doch das ist oberflächlicher Blödsinn.» Als sein Vater verstarb, fragte er sich: «Mag ich die Lieder, die ich geschrieben habe?» Er tat es nicht. Damals nahm er sich für einen Song einen Tag Zeit. Heute arbeitet der Musiker bis zu zwei Monaten an einem.

Mit diesen durchdachten Songs überzeugte der Mittzwanziger auch die amerikanische Drama-Pop-Königin Lana Del Rey, die ihn als Support ­anfragte. Doch auch seine Solokonzerte sind mittlerweile ausverkauft – viele seiner Lieder werden auf Spotify millionenfach ge­streamt.

Mi 3.4. — 20 Uhr Papiersaal Kalanderplatz 6 Eintritt 30 Frankenwww.papiersaal.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch