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Vier Konzerte an einem Abend

Diese frischen Acts treten alle am Freitag in Zürich auf – und sprechen die verschiedensten Musikgeschmäcker an.

Junges Talent mit Erfolg: Mogli.
Junges Talent mit Erfolg: Mogli.
Isabel Hayn/zvg

Mogli

Plaza, 19.30 UhrSinger-Songwriter

Hat Mogli wirklich gesungen, bevor sie sprechen konnte? Jedenfalls behauptet es die Berlinerin immer wieder in Interviews. Zwei Alben hat sie seit 2015 veröffentlicht. Das aktuelle «Wanderer» hat die Mittzwanzigerin auf einem Roadtrip geschrieben: Mit einem umgebauten Schulbus tuckerte Mogli und ihr Youtuber-Boyfriend Felix Starck von Alaska nach Mexiko. Die Reise hat das Pärchen aufgenommen und als Dokumentarfilm veröffentlicht. Hört man die ­reduzierten Songwriter-Songs von «Wanderer» (2017), so müssen es sehr friedliche und erholsame Wochen gewesen sein.

Michael Schulte

Papiersaal, 20 UhrPop

Wer Michael Schulte für ein weiteres Deutsch-Pop-Sternchen hält, der irrt sich – und guckt selten Fernsehen. Denn der auf Englisch singende Schulte schaffte es 2012 ins Finale von «The Voice of Germany». Vergangenes Jahr vertrat der Publikumsliebling ausserdem Deutschland am Eurovision Song Contest in Lissabon. Vor Millionen sang der mittlerweile 28-Jährige die emotionale und massentaugliche Popballade «You Let Me Walk Alone» und landete auf dem vierten Platz. Ob sich Schulte in diesem Moment erinnerte, wie er 2008 seine ersten Coversongs auf Youtube hochlud und nervös auf Klicks wartete?

Ady Suleiman

Mascotte, 19.30 UhrSoul

Ady Suleiman wollte eigentlich Rapper werden. Doch nachdem er an einem Freestyle-Contest in Liverpool kläglich gescheitert war, wechselte er sofort das Genre. Mit seinen kräftigen und gnadenlos ehrlichen Soulsongs konnte er schliesslich ­begeistern: BBC-Radio-6-Music-Moderator Gilles Peterson feierte Suleiman bereits 2015 als Durchbruchskünstler des Jahres. Drei Jahre später veröffentlichte Suleiman auf seinem eigenen Label den ersten Longplayer «Memories». Er zeigt, dass sich der selbstbewusste Brite noch immer von seinen Vorbildern Amy Winehouse, Jimi Hendrix und James Blake beeinflussen lässt.

Lance Butters

Exil, 20 UhrHip-Hop

Er werde nie seinen Namen oder Wohnort verraten, machte der Anonymität liebende Rapper Lance Butters kurz vor der Veröffentlichung seiner zweiten Platte «Angst» (2018) klar. Doch er werde seine Maske so weit fallen lassen, dass jeder checke, dass dahinter jemand «mit einer Message» stecke. Denn der Deutsche ist überzeugt: «Ich trage Dinge in mir, die viele andere verstehen und genauso sehen.» Auf dem neuen Album reflektiert Lance Butters schonungslos und wortgewandt sein düsteres Seelenleben. Dabei lässt sich der Rapper, der zwischen Releases auch mal Jahre verstreichen lässt, nicht von gängigen Genretrends beeinflussen.

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