Vier Tipps für das Bergmal-Festival

Das Musik-Festival im Dynamo verschreibt sich zum vierten Mal Klängen jenseits der üblichen Gitarren-Riffs.

Sie bewegt sich frei entlang der Stilgrenzen: Emma Ruth Rundle.

Sie bewegt sich frei entlang der Stilgrenzen: Emma Ruth Rundle. Bild: zbg

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E-L-R

E-L-R kommen frisch mit dem Ende September erschienenen Album «Mænad» auf die Bühne. Ein «Post» darf auch hier nicht fehlen: Post-Doom nennen die Berner ihren Stil. Wuchtig, aber auch majestätisch tauchen sie in die griechische Mythologie ein. Das Trio schafft eine dichte Atmosphäre, die sich auch mal über zehn und mehr Songminuten aufbaut, während der Gesang von Gitarristin S.M. und Bassistin I.R. wie in einem Mantra durch den Raum schleicht.

19.30 Uhr, Cellar Stage

«The Wild Shore»: Musik von E-L-R. Video: YouTube/E-L-R


Tides From Nebula

Auch die Instrumental-Band aus Warschau kommt mit einem brandneuen Album. Das Post ist hier dem Rock vorangestellt, wobei die zum Trio geschrumpften Tides From Nebula den elektronischen Klängen nun mehr Gewicht geben. Die Keyboards nähern sich schon mal dem Progressive Rock an, die Stücke loten das Schwebende, das Kosmische und den Bombast aus, bevor sie wieder ins Düstere kippen. Beides zusammen­zuführen, gehört zu den Stärken der Polen.

20.25 Uhr, Roof Stage

«Ghost Horses». Video: YouTube/Tides from Nebula


Some Became Hollow Tubes

Neu ist beim Duo aus Montreal nicht nur das erste Album, sondern auch, dass man einer losen Zusam­menarbeit einen festen Namen gegeben hat: Normalerweise ist Drummer Aidan Girt mit Godspeed You! Black Emperor unterwegs, Gitarrist Eric Quach solo als Thisquietarmy. Das Zusammenspiel der beiden ist stark in der Improvisation verwurzelt, die Instrumente verzahnen und überlagern sich gekonnt, intensivieren sich gegenseitig zu einem hypnotischen Klangbad.

21.30 Uhr, Experimental Stage

Sperriger Songtitel: «Red Eyes or Bleeding from the Nose or Mouth». Video: YouTube/Some Became Hollow Tubes


Emma Ruth Rundle

Hypnotisch beschreibt ebenso die Musik von Emma Ruth Rundle. Die Künstlerin aus Los Ange­les bewegt sich frei entlang der Stilgrenzen – auf ihren bisherigen drei Alben vom Psych-Folk über Gothic, Alternative Rock, Metal-Einflüsse hin zu heavy Gitarrenklängen, gepaart mit eindringlichem Gesang auf dem letzten Werk «On Dark Horses». Was die 35-Jährige dabei live alles mit ihren Effektgeräten und sechs Saiten anstellen kann, passt wunderbar zum Experimental-Banner des Festivals.

22.45 Uhr, Roof Stage

Hypnotisch: «You Don't Have To Cry». Video: YouTube/Sargent House


Sa 19.10. — 15.30 Uhr
Dynamo
Wasserwerkstr. 21
Eintritt 70 Franken
Das Festival beginnt schon am Freitag, dieser Abend ist jedoch bereits ausverkauft.
www.bergmal.ch

Erstellt: 19.10.2019, 08:43 Uhr

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