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Vom Sofa in den Club

Das Pariser Duo Nôze begeistert mit leisen Liedern und lauten Partys.

Nur die Tierrechtsorganisation Peta mag Nôze nicht.
Nur die Tierrechtsorganisation Peta mag Nôze nicht.

Nôze überraschen. Immer wieder und immer schön. Auf seinen ersten vier Alben gab sich das französische Duo der ungestümen Feierlaune hin, konzentrierte sich auf House, verulkte russische Volksmusik und strenge Bob-Dylan-Songs. Mit dem fünften Longplayer «Come with Us» bewiesen Nôze vor zwei Jahren: Musik ist nicht immer gut, sondern oft auch dümmlich und anbiedernd. Als hübsche Beweise wählten die DJs und Produzenten kitschige Chansons, 70er-Rock von Dire Straits und Lieder aus Italowestern. Das Resultat war poppig und doch tiefgründig. Strenge Kritiker fanden deshalb, dass «Come with Us» eher aufs Sofa als in den Club einlädt. Doch Nôze veröffentlichten auch eine Remixversion des Popalbums und bewiesen, dass sie noch nicht partymüde sind.

Denn Nicolas Sfintescu und Ezechiel Pailhes sind eigentlich vor allem für ihre Spassgier bekannt. Bereits vor Jahren erklärten die zwei in einem Interview: «Wir nehmen uns nicht sehr ernst, blödeln beim Musikmachen rum.» Live betrinkt sich das Duo, brüllt Textpassagen mit und legt ausgelassene Stripteases und halb nackte Performances hin. Das kommt an. Bereits 2006 wählte die Leserschaft des deutschen Szenemagazins «De:Bug» Nôze zum drittbesten Live-Act der Welt. Vor den ersten gemeinsamen Releases hat Ezechiel als Pianist und Komponist gearbeitet, Sfintescu war Produzent und Mitgründer des Labels Circus Company. Für Letzteren brachte die Bekanntschaft mit Sfintescu nicht nur beruflich Glück: Er heiratete vor ein paar Jahren dessen Schwester.

Freitag, 13. Januar ab 23 Uhr. Lexy, Militärstrasse 84.

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