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Von Nachbarn und Liebe

Auf ihrem dritten Album zeigt sich die New Yorker Singer-Songwriterin Lady Lamb so verletzlich wie noch nie.

Eva Hediger
Sie ist ihrem Publikum nah: Die Musikerin lässt sich in die Seele blicken.
Sie ist ihrem Publikum nah: Die Musikerin lässt sich in die Seele blicken.

Seit 13 Jahren schreibt Aly Spaltro Songs. Erst verkürzte sich die Amerikanerin damit nur die Arbeitszeit: Der Videoverleih im Städtchen Brunswick war während ihrer Spätschichten nur spärlich besucht. Mit dem Umzug nach New York wurde jedoch aus dem Musikmachen Ernst. 2013 veröffentlichte die heute 30-jährige Spaltro unter dem Pseudonym Lady Lamb the Beekeeper ihr Debütalbum «Ripley Pine».

Darauf interpretierte die Musikerin die Videotheken-Songs mit viel Kraft und dominanten Gitarren neu. Dass die Tracks gut ankommen, wusste Spaltro schon: Bereits in Brunswick brannte sie die selbst aufgenommenen Lieder auf CDs – und verkaufte diese in einem örtlichen Plattenladen. Rasch entwickelte sich Spaltro zu einem Geheimtipp.

«Ich sang bisher eigentlich immer über andere Leute und deren Beziehung», sagte Spaltro über ihre ersten beiden Longplayer. «Doch beim dritten Album wollte ich möglichst persönlich bleiben.» Dafür nahm sich die Musikerin einige Zeit. Sie reiste mit ihrer Freundin durch Europa, Mexiko und Kanada. Daheim in Queens liess sie sich ganz auf ihr Umfeld ein: Sie plauderte mit den Nachbarn und streichelte deren Hunde.

Sie wollte sich ihrer Umgebung wirklich bewusst werden – «all dessen, was ich sah, erfuhr und lernte». Das sei auch herausfordernd gewesen, erzählte Spaltro, die mittlerweile nur noch als Lady Lamb auftritt. «Doch ich habe mir erlaubt, verletzlich und ehrlich zu sein.»

So sind elf intime Lieder über Liebe, Zärtlichkeit und Selbstfindung entstanden. Auch wenn sich Aly Spaltro öfter ans Piano setzt, das Ungestüm der ersten zwei Album hat Spaltro auf «Even in the Tremor» (2019) nicht ganz verloren. Über ihr neuestes Werk sagt die Musikerin selbst: «Es ist sehr Lady Lamb.»

Do 27.2. — 21 Uhr Bogen F Viaduktstr. 97 Eintritt 25 Frankenwww.bogenf.ch

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