Wo Schlagersänger auf Rapper treffen

Seit über 20 Jahren trifft sich am M4Music die Schweizer Szene. Doch auch ausländische Acts treten an den zwei Abenden auf. Die Highlights.

Mischt mit seinem langerwarteten Album die Szene auf: der deutsche Rapper Dendemann.

Mischt mit seinem langerwarteten Album die Szene auf: der deutsche Rapper Dendemann.

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Mighty OaksFr 21:15 Uhr Halle

Kaum ist eine Folkband halbwegs erfolgreich, wird sie sofort mit ihren stadionfüllenden Genrekollegen Mumford & Sons verglichen. So auch Mighty Oaks. 2010 nahm das internationale Trio seine erste EP «Driftwood Seat» in einem Berliner Wohnzimmer auf. Vier Jahre später sorgte das unaufgeregte Debütalbum «Howl» für ausverkaufte Hallen. 2017 folgte die zweite LP: «Dreamers». Produzent war Ryan Hadlock, der bereits The ­Lumineers zum Durchbruch verholfen hatte.

The Mighty Oaks mit ihrem Hit «Just One Day»

Larkin PoeFr 23:15 Uhr Moods

Während der Nullerjahre ­waren die Lovell Sisters Amerikas grösste All-Girl-Country-Hoffnung. Mehrmals landeten die Schwestern in den dortigen Charts. Patriotisch oder lieblich war ihre Musik jedoch nie. Als Jessica ausstieg, machten Megan und Rebecca zu zweit, aber ohne Harmonie­gesänge weiter. 2014 veröffentlichten sie unter dem neuen Pseudonym Larkin Poe ihr erstes kantiges und reduziertes Rockalbum.

«Preachin' Blues» vom Album «Peach». Video: YouTube/Larkin Poe

DendemannFr 0:30 Uhr Halle

Das dritte Studioalbum von ­Dendemann ist zwar im Januar 2019 erschienen. Doch nicht nur wegen der Feature-Gäste wie Trettmann, Casper, Beginner und Beatsteaks-Frontmann Teutilla wurde «Da Nich Für!» von Fans sofort zum wichtigsten Rap-Album des Jahres erkoren. «Rap in seiner Vollendung» schrieb auch der «Züritipp» kürzlich über ­Dendemann: Der deutsche Rapper spielte erst Mitte Februar im Dynamo ein ausverkauftes Konzert.

«Maschine »von seinem neuen Album «da nich für!». Video:YouTube/DENDEMANN

A-WASa 20 Uhr Halle

Wieder Musik-Schwestern! Tair, Liron und Tagel Haim sind in Israel aufgewachsen, ihre Grosseltern stammen aus dem Jemen. Deren musikalisches Erbe lassen die Haims in ihre sonst Elektronik- und Hip-Hop-lastigen Songs einfliessen. Der Song «Habib Galbi» landete 2015 auf den ersten Platz der israelischen Charts. Er basiert auf einem Klagelied von jemenitischen Frauen, das A-WA zufällig wie­derentdeckt haben. 2019 soll das zweite Album der drei Geschwister erscheinen.

Der Song «Habib Galbi» von A-WA. Video: YouTube/A-WA

Kelvyn ColtSa 23:45 Uhr Box

Eigentlich wollte Kelvyn Colt in London Business Education studieren. Doch statt seiner akademischen Ausbildung widmete sich der Frankfurter bald seiner Musik­karriere. Mit Erfolg. Der Rapper und Songwriter hat auf dem etablierten Label Four Music bereits zwei EPs veröffentlicht.

Kalvyn Colt mit seinem Song «Just Watch Me». Video: YouTube/Kelvyn Colt

DagobertSa 23:55 Uhr Moods

«Ich bin zu jung!», sang Dagobert 2013 über eine missglückte Liebesbeziehung. Und vor allem die Hipster schunkelten begeistert mit. Als «Schlager mit Anspruch» bezeichnet der Schweiz-Berliner seine Musik selbst. Dieses Jahr ist sein drittes Album «Welt ohne Zeit» erschienen. Wieder kitschig, wieder gut.

Die Single «Du und Ich» von seinem neuen Album.

M4Music
Fr 15.3. / Sa 16.3.
Schiffbau / Exil
Festivalpass 90 Franken
Abendpass 60 Franken
www.m4music.ch

(Züritipp)

Erstellt: 13.03.2019, 13:45 Uhr

Conference Highlights

Hit The World
Die Songwriterinnen Laurell Barker, KT Gorique, Shelly Peiken und Valeska Steiner erzählen, wie sie von ihren Liedern leben können.

Fr 15 Uhr, Matchbox, auf Deutsch und Englisch

Keynote Talk Mit Marcus Wiebusch
Vor dem Konzert mit seiner Band Kettcar spricht der Musiker über seine Karriere, die Musikszene und Politik.

Fr 16.15 Uhr, Moods, auf Deutsch

Musikjournalismus 2020
Mehrere Musikzeitschriften haben ihre Printausgaben eingestellt. Wie also weiter mit dem Musikjournalismus? Es diskutieren unter anderen Ane Hebeisen («Der Bund») und
Stoph Ruckli («Züritipp»).

Fr 16.45 Uhr, Box, auf Deutsch

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