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Kolumne von Michèle RotenZur Hölle mit Loungewear

Was erwartet uns modemässig, wenn die Pandemie vorbei ist? Unsere Kolumnistin wünscht sich vor allem eines: Kultur statt Komfort.

Sie haben ja einen Kleiderladen. Was wird nach der Corona-Zeit auf den Zürcher Strassen zu sehen sein?

Daniela (28), Grafikerin

Nur weil ich einen Kleiderladen habe, würde ich mich nicht als Expertin bezeichnen, dafür respektiere ich die Arbeit von Designerinnen, Moderedaktoren und Trendscouts zu sehr. Aber ich kann Ihnen gern sagen, was ich auf den Strassen Post Corona zu sehen hoffe: das Gegenteil.

Kultur statt Komfort. So lustig es eine Weile auch war, zu beobachten, wie sich alle an Trainingsanzügen abarbeiteten, und so interessant die Ergebnisse teils auch ausfielen – und so sehr ich mich freute, dass auch die korrekten Schweizerinnen und Schweizer sich irgendwann getrauten, ungewaschen und im Pischi einkaufen zu gehen, wie das in anderen Städten immer schon zu beobachten war und deshalb für mich zum ultimativen Ausdruck urbaner Selbstverständlichkeit wurde – ich bin durch damit. Mit allem, was bequem ist, formlos, praktisch, kuschelig. Zur Hölle mit Loungewear, Gummizügen und One-Size-Fits-All.

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