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Paukenschlag in der «Wärmering-Affäre»Zwei Ex-Chefs von Stadtwerk Winterthur angeklagt

Sie sollen Urkunden gefälscht haben um die Bilanz zu schönigen. Nun klagt die Zürcher Staatsanwaltschaft zwei ehemalige Kadermitglieder des Stadtwerks Winterthur an.

Winterthur 20.05.2010 / Stadtwerk , der Standort Untere Vogelsangstrasse 11 .  
Bild: Heinz Diener
Winterthur 20.05.2010 / Stadtwerk , der Standort Untere Vogelsangstrasse 11 .
Bild: Heinz Diener
LAB

Der Skandal erschütterte Winterthur. Zuerst machte der «Landbote» im Frühling 2016 publik, dass es rund um die Beteiligung der Stadtwerk Winterthur an der Wärme Frauenfeld AG zu Unstimmigkeiten gekommen sei. Dann wurde der Stadtwerk-Direktor sowie der Finanzchef beurlaubt, später entlassen. Schliesslich trat auch der damalige Stadtrat Matthias Gfeller zurück.

Nun hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Anklage gegen den ehemaligen Direktor und den ehemaligen Finanzchef erhoben.

Den Beschuldigten werde im Zusammenhang mit der buchhalterischen Wertberichtigung von offenen Forderungen gegenüber der Wärme Frauenfeld AG Urkundenfälschung im Amt vorgeworfen, teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Die entgegen den Vorschriften vorgenommene Wertberichtigung von offenen Forderungen gegenüber der Wärme Frauenfeld AG habe dazu geführt, dass das Energie-Contracting von Stadtwerke Winterthur besser dargestellt worden sei, als es tatsächlich war.

Laut Mitteilung werden für die beiden Beschuldigten bedingte Geldstrafen sowie die Übernahme von Verfahrenskosten beantragt.

Eingestellt worden seien die im selben Zusammenhang von der Staatsanwaltschaft geführten Verfahren gegen den damals zuständigen Stadtrat sowie gegen einen Bereichsleiter von Stadtwerk Winterthur. Beiden Personen habe kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden können. Die Einstellungsverfügungen seien noch nicht rechtskräftig.

SDA

5 Kommentare
    Bernhard Moser

    Was uns am meisten interessiert sind doch die Namen. Wir warten gespannt bis diese durchsickern da offenbar nicht transparent informiert wird.