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Weiterer Todesfall im Zoo ZürichZweites Koala-Männchen gestorben

Milo verstarb an einer Infektion. Vielleicht hat er zuvor noch Junge gezeugt. Jetzt sind die beiden Weibchen allein, das andere Koala-Männchen war im Dezember 2019 gestorben.

Milo hatte zu viele Retroviren im Körper.
Albert Schmidmeister/Zoo Zürich

Am vergangenen Donnerstag musste sich der Zoo Zürich auch von seinem zweiten Koala-Männchen Milo verabschieden. Milo wurde euthanasiert, nachdem er zusehends schwächer geworden war und die Untersuchungsergebnisse keine Hoffnung auf eine Besserung seines Zustandes zuliessen. Das teilte der Zoo Zürich heute Mittwoch mit.

Grosse Teile der Koalapopulation in Australien sind natürlicherweise Träger von sogenannten Retroviren. Beginnen diese Viren, sich im Körper der Träger massenhaft zu vermehren, greifen sie das Immunsystem und die Bildung der Blutkörperchen an. Das betroffene Tier büsst seine Abwehrmöglichkeiten gegenüber Krankheitskeimen ein und die Fähigkeit zur Blutgerinnung. Die Veränderungen im Blutbild entsprechen jenen bei einer Leukämie.

Es ist der zweite Koala-Verlust innert Kürze. Im vergangenen Dezember war bereits Mikey, das zweite Männchen, gestorben – am selben Krankheitsverlauf.

Ein Lichtblick bleibt gemäss Zoo: Milo hat sich vor seinem Tod mit den beiden Weibchen Maisy und Pippa gepaart. Ob diese Paarungen erfolgreich waren, wird sich aber erst in ein paar Monaten zeigen. Junge Koalas verbringen ihre ersten fünf bis sechs Lebensmonate verborgen im Beutel der Mutter.

Mikey und Milo waren Anfang Februar 2018 aus dem Australian Reptile Park nach Zürich gekommen.